Psychotherapie bei Essstörungen | Hilfe bei emotinalem Essen

Erst- und Anamnesegespräch

Persönlich oder Online: Bei einem Erst- und Anamnesegespräch berate ich Sie gerne, wie Ihnen meine Psychotherapie- und Beratungsangebot helfen kann und stelle Ihnen mein Therapiekonzept vor.

Zudem erarbeiten wir über einen Fragenkatalog, um welches Symptombild es sich handelt, ob eine Beratung oder eine Psychotherapie für Sie ratsam ist und welche erste Schritte Ihnen helfen können.

Erstgespräch: 60 € (ca. 60 min)

Weitere Beratungs- / Therapiesitzungen: 70 € (ca. 60 min)

Erstgespräch mit Hilfe einer Aufstellung auf dem System- / Familienbrett: 90 € (ca. 90 min)

 

Mögliche Ziele der Beratung / Psychotherapie

…Leichtigkeit und Lebensfreude (zurück-) gewinnen

…Selbstwahrnehmung und Körperwahrnehmung verbessern

…emotionales Erleben verbessern (sich besser fühlen)

…Entspannung im Umgang mit Essen

…die emotionale Abhängigkeit zum Essen verringern und persönliche Macht gewinnen

…einen guten Umgang mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen entwickeln

…Grenzen spüren und setzten

…weniger Essdrang und Essdruck verspüren

…Urvertrauen aufbauen und das Innere Kind heilen

…Steigerung des Selbstbewusstseins

…den inneren Dialog liebevoller führen lernen (den inneren Kritiker vertreiben)

…mehr Selbstliebe (positives Selbstbild), Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstachtung

…Erweiterung der Problemlösekompetenzen

…Erreichen des persönlichen Wohlfühlgewichts

Frustessen / emotionales Essen

Mit emotionalen Essen ist ein Reiz- Reaktionsmuster gemeint, bei dem Menschen aufgrund von negative, aber auch positiven Gefühle und Gedanken unbewusst oder automatisiert essen. Bei Frustessen sind die Auslöser in der Regel negative Gefühle wie Frust, Langeweile, Ohnmacht, Traurigkeit, Scham, Schuld oder Einsamkeit.

Mit Hilfe von (übermäßigem) Essen werden diese unangenehmen Gefühle entweder kompensiert – da beim Essen ein (kurzes) Glücks- oder Beruhigungsgefühl entsteht – oder überlagert und betäubt. So dient emotionales Essen und Frustessen als Lösungsansatz im Umgang mit diesen unangenehmen Gefühlen.

Solang wenig ungute Gefühle, innere Konflikte und innere Spannungen (Stress) in unserem Leben auftreten, stört dieses Verhalten meist nicht übermäßig.

Die negativen Folgen sind gering.

Schlimm wird es, wenn generell auf Probleme, Konflikte, ungute Gefühle & Bedürfnisse oder innere Spannungen mit dieser unguten Lösungsstrategie reagiert wird und Essen (oder ein anderes Suchtverhalten) die einzige oder häufigste Lösungsstrategien darstellen.

Treten dann viele und schwerwiegende Probleme und extremen Belastungssituationen wie z.B. ein Lockdown, Trennung, Überforderung am Arbeitsplatz, familiäre Konflikte oder andere stressigen Veränderungen der Lebensumstände auf, sind vielen innere Konflikte und innere Spannungen die Folge und die Problematik verstärkt sich.

Binge-Eating-Störung

Bei einer Binge- Eating- Störung nimmt der Betroffene innerhalb von kurzer Zeit große Nahrungsmengen zu sich. Die Betroffenen können nicht aufhören, obwohl sie längst satt sind und keinen Hunger mehr verspüren. Dabei haben die Betroffenen das Gefühl keine Kontrolle mehr über das eigene Essverhalten zu haben. Der englische Begriff „binge eating“ steht für exzessives, übermäßiges Essen. Anschließende Schuld- oder Schamgefühle, Gewichtszunahme und gesundheitliche Probleme sind die Folge.

 

Bulimie

Das Hauptsymptom einer Bulimie sind ebenfalls regelmäßige Essanfälle. Auch hier nehmen Betroffene innerhalb von kurzer Zeit große Nahrungsmengen zu sich. Dabei erleben die Betroffene einen Kontrollverlust:  Sie können nicht mit dem Essen aufhören oder kontrollieren, was und wie viel sie essen. Aus Angst vor einer Gewichtszunahme greifen Betroffene anschließend zu Gegenmitteln: Unregelmäßiges Essen, hungern, fasten oder exzessives Sporttreiben. Oft führen Betroffene Erbrechen herbei oder nutzen Medikamente wie Appetitzügler, Abführmittel oder entwässernde Stoffe. Häufig ist das Selbstwertgefühl der Betroffenen an das Essverhalten und das Körpergewicht geknüpft. Diese emotionale Abhängigkeit von richtig Essen, Nichtessen und dem Erreichen eines Wunschgewicht führt zu massivem Selbstzweifel, Scham- und Schuldgefühlen.

Mögliche negative Folgen von häufigem emotionalen Essen:

…Ein Gefühl der innere Leere (Gefühllosigkeit) entsteht, da die Wahrnehmung der eigenen Gefühle schwächer wird. So finden die darin enthalten Wegweiser und Botschaften (die Motivatoren) immer weniger Beachtung.

…Ängste rund um das Thema  Essen entstehen.

…der Fokus verschiebt sich: Die Gedanken kreisen um das Thema Essen.

…das Selbstvertrauen leidet durch die Essanfälle, den missglückten Diätversuchen oder einer Gewichtszunahme.

…das Selbstwertgefühl schwindet: Das Selbstwertgefühl und die Selbstachtung sinken, durch Selbstvorwürfe (der innere Kritiker wächst) und die damit verbundenen Schuld-, Scham und Minderwertigkeitsgefühle.

…gesundheitliche Probleme können folgen: Es kommt durch eine Gewichtszunahme (oder die Gegenmittel um eine Gewichtszunahme zu verhindern) zu körperlichen Schädigungen und gesundheitlichen Problemen.

…weitere depressive Symptome folgen durch die gefühlte Ausweglosigkeit, die eine Abwärtsspirale aus negativen Gedanken und Gefühlen in Gang setzt.

…finanzielle Probleme können durch hohe Ausgaben für Lebensmittel entstehen.

…soziale Isolation / Beziehungslosigkeit: Durch die Angst in Gesellschaft zu essen, schränken manche Betroffene soziale Kontakte ein oder vermeiden enge Beziehungen. In der Folge kommt es zu Einsamkeit und Langeweile. Ein Teufelskreis entsteht.